Ein halbes Jahr nach der Weltreise

Turbulente Zeiten gehen zu Ende, aber die nächsten kommen bestimmt. Wie ich inzwischen vom Aufwachsen dreier Kinder weiß: es ist alles nur eine Phase.
Kind drei war da, das ist natürlich schon Aufregung genug, doch um dem eins draufzusetzen, haben wir uns im Oktober 2014 für viereinhalb Monate aus Deutschland verabschiedet. Wir waren in Istanbul, Thailand, Sydney, Neuseeland, Fidschi, Kalifornien und New York. Haben viel erlebt, was man gar nicht beschreiben kann und oft erst einige Zeit später in diesem Leben in Deutschland und bei weiteren Reisen zusätzliche Bedeutung gewinnt. Beim Reisen ist man mittendrin, erlebt, funktioniert auch, um die Familie gemeinsam durch die Fremde zu steuern und unterwegs kommt einem alles gar nicht so spektakulär und irre vor, wie es vielleicht ist. Aber dann irgendwann woanders gibt es plötzlich Bezüge und die Erlebnisse verknüpfen sich mit weiteren Erfahrungen und ich bilde mir zumindest ein, etwas mehr von der Welt verstanden zu haben, die letztendlich vielleicht doch überall ähnlicher ist als man erst mal denkt.

Diese Weltreise bleibt eine tolle Erinnerung und ist vielleicht eines der bedeutendsten Erlebnisse in unserem Leben. Muss es auch, damit sich die Investition gelohnt hat. Doch schon seit einer Weile ist sie wieder in den Hintergrund gerückt, denn inzwischen regiert wieder die Schule und mein Leben in Elternzeit, die auch schon wieder vorbei ist. Nach rastlosen Sommerferien mit Pfadfinderlager in Luxemburg, Familienurlaub in Süddeutschland und 10 Tagen Intensivtrip durch Indien ist es für mich am Montag wieder soweit in dieses andere Leben namens Arbeitsverhältnis einzutauchen. Neue Aufgaben warten auch dort und ich hoffe ein paar Erkenntnisse auch dort zu pflegen:

  • ruhig und offen den Dingen und Menschen gegenüberzutreten,
  • gewissenhaft Aufgaben zu erledigen aber sich nicht für alles verantwortlich zu fühlen,
  • die kleinen Dämonen und Aufreger beiseite zu schieben und mit mehr Güte durch’s Leben gehen.

4 Kommentare

  1. Oh… War es das dann jetzt mit den Anrufen „wir Hausfrauen unter uns…“? Hoffentlich nicht!

  2. Eva Tscheulin

    30.11.2015 at 12:04

    Schön geschrieben!

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