Beim letzten Mal nach Kanada mussten Anke und ich ja eine Horrorreise ertragen, die 36 Sunden gedauert hat. Also waren wir einiges gewohnt, doch diesmal lief alles fantastisch. Der gute (Autorenwechsel Alex > Anke) Ralf fuhr uns drei zum Flughafen und schwuppsdiwupps ging es nach Kopenhagen. Und zwar ziemlich ruckelig. Fanden Alex und ich, Christinas Magen haelt da mehr aus. Dann nach zwei Stunden Aufenthalt und Schlange stehen in den naechsten Flieger, wo wir Premiumsitze hatten. Also etwas mehr Platz und weil wir in der ersten Reihe sassen auch mehr Beinfreiheit als der traurige Rest, der mit uns flog. Der Flug war eigentlich ganz angenehm. Viele Filme, viel Essen, viel Schlafen naja ein bisschen zumindest. Und schon waren wir um halb fuenf Ortszeit in Seattle. Beim Versuch in Amerika einzureisen wurde es noch etwas spannend. Sie wollten mich nicht reinlassen. Zumindest nicht auf Anhieb. Denn meine Fingerabdruecke waren beim letzten Amerikaurlaub mit denen meiner Mutter vertauscht worden und so kam es zu Verwirrungen. Beim zweiten Officer musste ich deshalb Fragen beantworten wie: How old is your mum? etc. Und nach einigen Anrufen war dann auch alles geklaert. Aber ich bin nun ziemlich gespannt was passiert wenn wir aus Kanada wieder in die USA einreisen. (Autorenwechsel Christina) Mit dem Bus ging es dann vom Flughafen in die Stadt zur Jugendherberge. Da es Ortszeit immer noch zu frueh zum Schlafen war, machten wir uns auf, die ersten Eindruecke von Seattle zu gewinnen. Auf dem Capitol Hill machten wir uns mit dem American Way of Eating bekannt (es gab Pizza mit Ausblick auf die Oberleitungen von Seattle – Papa, das haettest du sehen muessen!). Um ca. halb zehn haben Alex und Anke dann endlich die Erlaubnis zum Schlafen erteilt – ungefaehr zwei, drei Stunden tat das auch gut, dann waere in Deutschland wieder Zeit zum Aufstehen gewesen, sprich: wir waren wach. Um fuenf haben wir dann jegliche Versuche, noch ein paar Minuten wohltenden Schlaf zu ergattern aufgegeben und sind zum Fruehstuecken aufgebrochen. Bei Milchkaffee, Kakao, Muffins, Pumpkin Bread und Brownies kam dann zum ersten Mal das Gefuehl von Freiheit auf – und die Aussicht auf sechs Wochen tun und lassen was wir wollen.

Dann Gepaeck holen und ab zur Faehre nach Vancouver Island. Am Faehranleger in Victoria wurden wir dann schon von der kompletten Familie Evans empfangen: Debbie und Dave begruessten uns mit den Kiddis Aila und Zoe und kutschierten uns im Familien-VW-Bus nach Hause auf die Farm in Sooke.
Nach einem kleinen Mittagessen, war Akklimatisieren angesagt – und der Muedigkeit den Kampf ansagen! Anke und Alex haben sich mit Knoblauchputzen abgelenkt, ich bin mit Aila und Zoe im VW-Bus nach Mexiko und Indien gefahren. Wir hatten also Spass! Um halb neun gaben wir den Kampf gegen unsre Augenlider dann aber auf und sind ins Bett gefallen. Der Vorteil an der Geschichte mit der Zeitumstellung ist, dass wir schon wieder frueh am Morgen topfit waren und den naechsten Tag um halb sieben anfangen konnten.

Wir sind mittlerweile bei Donnerstag, den wir ganz entspannt mit einem ausfuehrlichen Fruehstueck begannen (Autorenwechsel Alex) um fuer ne weitere Runde Knoblauch fit genug zu sein. Abends haben wir etwas deutsche Kultur zelebriert, indem wir mit der mitgebrachten Spaetzlereibe Kaesespatzle gekocht haben.
Am naechsten Tag dann haben wir einen kleinen Ausflug nach Victoria gemacht und dort zwei fraenkische Bekannte von Christina getroffen, mit denen wir sehr nett den Tag verbracht haben.

Bis jetzt geniessen wir weiter die schoene Aussicht und das Spielen mit den Kindern. Morgen hat Dave Geburtstag und dann starten wir mit weiteren Ausfluegen, bevor der erste Wandertest los gehen wird.
David und ich hecken uebrigens eine menge Geschaeftsideen aus, wundert euch also nicht wenn ich doch noch hierher auswandere.